Für ein modernes Pflegezentrum in Kürten – der Bedarf ist da
Im Hinblick auf die heutige Sitzung des Rates der Gemeinde Kürten zeigt sich die SPD sehr erfreut über die getroffenen Beschlüsse. Wir hoffen auf eine künftig versachlichte Diskussion und eine zügige Realisierung des Pflegezentrums.
Im Folgenden ist der Sprechzettel von SPD-Ratsmitglied Hinrich Schipper in der Ratssitzung vom 23. Juni 2010 dokumentiert:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Rat und Verwaltung,
sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Die SPD Fraktion in Kürten stand und steht weiter zu ihrer Überzeugung, dass ein modernes Pflegezentrum für unsere Gemeinde ein zentraler Baustein für ein umfassendes Angebot an Wohn,- Betreuungs- und Pflegemöglichkeiten darstellt. Wir bleiben auch heute unserer Auffassung und Linie treu, die wir bereits vor der Kommunalwahl öffentlich vertreten haben und die für uns auch nach der Wahl gilt: Wir wollen und werden die Chance für unsere Gemeinde nicht ungenutzt zu lassen, diesen Baustein zu realisieren. Das in Unterfeld geplante Projekt steht in keinerlei Widerspruch zu anderen Wohn-, und Lebens- und Pflegekonzepten im Alter, die erfreulicherweise aktiv in der Gemeinde diskutiert werden und sich z. T. schon im Entstehen befinden. Wir alle sprechen in den politischen Gremien regelmäßig vom demografischen Wandel, wir alle wissen, wie hart er
uns treffen wird und wir alle wissen, dass wir als Politik in der Pflicht sind Antworten zu finden. Wir haben hier als Politik die Möglichkeit über ein Projekt zu entscheiden, dass die Infrastruktur der Gemeinde im Hinblick auf die Pflege und Betreuungsmöglichkeiten im Alter massiv verbessern wird.
Wir wissen nach wie vor, dass das vollstationäre Pflegeheim nur ein Teil einer solchen umfassenden Infrastruktur ist, jedoch ist es ohne Frage ein zentraler und wichtiger Teil. Wir alle werden immer älter und das ist gut so. Selbstverständlich wünschen wir uns alle ein möglichst gesundes, selbstbestimmten und aktives Leben im Alter. Leider ist dies nicht uns allen vergönnt. Die Pflegekonferenz des Rheinisch-Bergischen Kreises hat bereits im Jahr 2007 einen Bedarf von über 120 Pflegeplätzen für Menschen mit der Pflegestufe II und III alleine in unserer Gemeinde festgestellt. Diese Zahl konnte in der aktuellen Diskussion um das mögliche Pflegeheim in Bechen-Unterfeld von keiner Seite fundiert widerlegt werden. Viel eher ist angesichts der demographischen Entwicklung zu erwarten, dass wir hier mittelfristig von einem viel höheren Bedarf sprechen müssen. Davor dürfen wir nicht die Augen verschließen.
Für uns gehört somit eine Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtung, die diesem Bedarf entsprechen kann, zu einem umfassenden Angebot in unserer Gemeinde, als Mosaikstein in einem Gesamtbild! Die SPD in Kürten möchte, dass es ein ortsnahes Angebot für die Menschen in Kürten gibt, sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für deren Familienangehörigen. Wir möchten nicht, dass Familien nach Leichlingen, Remscheid oder Hürth fahren müssen um ihre Angehörigen zu sehen. Das für Niemanden gut. Und wir möchten keine Wartelisten. Wir brauchen eine ausreichende Anzahl von Pflegeplätzen in Kürten! Uns ist es sehr wichtig, dass ein solches Angebot die beste mögliche Pflege- und Betreuungssituation bieten kann. Mit dem Evangelischen Krankenhaus und der Diakonie als möglicher Betreiber ist das gewährleistet. Diese beiden Institutionen sind deutliche Ausrufezeichen in dieser Debatte. Die höchstmögliche Qualität in Pflege- und Betreuung wird so garantiert.
Wir respektieren ausdrücklich auch die konstruktiv-kritischen Stimmen zu der vorliegenden Planung, die vornehmlich aus Bechen kommen, aber in Abwägung der Argumente und in unserer Verantwortung für die Zukunft und die gesamte Gemeinde kommen wir zu einem ganz klaren Ja zu Unterfeld! Wir sind froh, dass durch Initiative von außen die Planung, Investition, Realisierung und der Betrieb der Pflegeeinrichtung gewährleistet werden kann. Als Gemeinde selbst wären wir hierzu angesichts der Finanzkatastrophe gar nicht in der Lage, egal, wie groß oder klein eine derartige Planung aussehen würde. Wenn wir uns als Gemeinde diese Chance entgehen lassen, hier im Sinne aller Betroffenen und im Sinnen Kürtens zu handeln, kommt diese nie wieder.
Die SPD-Fraktion wird in der heutigen Sitzung durch ihr Stimmverhalten dazu beitragen, dass wir uns diese Chance nicht entgehen lassen.“
Tags: Bauen und Planen, Bechen, Hinrich Schipper, Leben im Alter, Pflege, SPD








Mittwoch, 23.Juni 2010
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